„Das ist nur die Spitze des Eisbergs“: Katar warnt vor Vertiefung der globalen Wirtschaftskrise

Angesichts der neuen Spannungen in der Straße von Hormus und der Festsetzung eines iranischen Schiffes durch die US-Marine wurden die globalen Energiemärkte erneut erschüttert. Brent-Öl, der internationale Referenzpreis für Öl, stieg um 7,3 % und erreichte 96,94 Dollar pro Barrel.
Katar warnt, dass die Situation, die die Welt heute mit den Schwankungen der Ölpreise erlebt, nur die Spitze des Eisbergs ist. Die Weltwirtschaft könnte laut seinem Finanzminister Ali bin Ahmed Al Kuwari in den kommenden Monaten mit einem noch tieferen Schock konfrontiert werden, wenn die Stabilität in der Straße von Hormus nicht wiederhergestellt wird. Der Minister betonte, dass die volle Auswirkung des Konflikts innerhalb der nächsten zwei Monate spürbar sein könnte.
Die Krise droht seiner Meinung nach, sich von steigenden Preisen zu ernsthaften Engpässen bei Energie und kritischen Gütern zu eskalieren, was die globalen Lieferketten und wichtige Wirtschaftssektoren zu beeinträchtigen droht. Viele der Seewege bleiben unterbrochen, und die Unterbrechung des Verkehrs, Angriffe auf Schiffe und die Präsenz von Militärkräften schaffen Unsicherheit über die Sicherheit des Seeverkehrs. Al Kuwari betonte auch, dass ein Drittel des weltweiten Handels mit chemischen Düngemitteln durch Hormus verläuft, was das Risiko einer Nahrungsmittelkrise erhöht. Katar, das etwa 30 % der weltweiten Heliumversorgung sicherstellt, warnt, dass Engpässe auch die Gesundheitsindustrie und die Halbleiterproduktion treffen könnten.


