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„Die USA könnten die Ukraine verraten“/ Macrons 'Bomben'-Transkript veröffentlicht

Publié le : 04/12/2025 - 16:26Modifié le : 04/12/2025 - 16:26
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„Die USA könnten die Ukraine verraten“/ Macrons 'Bomben'-Transkript veröffentlicht
© Agence France-Presse (AFP)
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Ein durchgesickertes Transkript eines Telefongesprächs europäischer Spitzenführer zitiert Macron mit der Warnung, dass die USA die Ukraine in territorialen Fragen verraten könnten; Élysée-Beamte wiesen die Formulierung zurück. Merz riet Zelenskyj zur Vorsicht und verwies auf Gespräche der US-Gesandten Witkoff und Kushner mit Putin, während Stubb und Rutte betonten, dass die Ukraine nicht allein mit amerikanischen Unterhändlern gelassen werden dürfe. Die Diskussionen standen im Kontext eines umstrittenen Friedensplans der Trump-Administration sowie eines Genf-Verhandlungsprozesses über einen 19-Punkte-Plan, der Russland noch nicht akzeptiert hat und der der Ukraine erhebliche Gebietsverluste und restriktive Bedingungen auferlegen soll; auch die eingefrorenen russischen Vermögenswerte wurden diskutiert, wobei einige betonten, deren Nutzung bleibe EU-Angelegenheit.

Der französische Präsident Emmanuel Macron warnte vor der Möglichkeit, dass die USA die Ukraine in der territorialen Frage verraten könnten, laut einem durchgesickerten Transkript eines Telefonats zwischen europäischen Führern, berichtet "Der Spiegel".

In dem Gespräch, das Macron, den deutschen Kanzler Friedrich Merz, den NATO-Sekretär Mark Rutte, den finnischen Präsidenten Alexander Stubb, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und andere einschloss, wurden die Verhandlungen zwischen den USA, der Ukraine und Russland diskutiert. Macron äußerte Besorgnis über das Fehlen klarer Garantien für die Sicherheit der Ukraine und warnte vor einem "großen Risiko" für Selenskyj. Beamte des Élysée dementierten die Verwendung des Wortes "Verrat".

Merz riet zur Vorsicht für Selenskyj und betonte die politischen Manöver im Spiel mit Verweisen auf die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, die Gespräche mit Putin geführt hatten. Stubb und Rutte stimmten zu und betonten, dass die Ukraine nicht allein mit den amerikanischen Unterhändlern gelassen werden sollte. Ein ukrainischer Diplomat bemerkte, dass die Europa-Amerika-Spaltungen nur Russland zugutekommen, berichtet "Politico".

Die Gespräche stehen im Zusammenhang mit dem Friedensplan der Trump-Administration, der dafür kritisiert wird, Russland zu begünstigen. Die Genfer Verhandlungen führten zu einem neuen 19-Punkte-Plan, der von Russland noch nicht akzeptiert wurde und der einen großen Teil des ukrainischen Territoriums und restriktive politische Bedingungen fordert. Außerdem diskutierten die Führer über die eingefrorenen Vermögenswerte Russlands, wobei einige darauf bestanden, dass deren Verwendung für die Ukraine eine EU-Angelegenheit sei, nicht der USA.