EU-Kommission fördert 165-Milliarden-Euro-Kredit für Ukraine mit eingefrorenen russischen Vermögen

Die Europäische Kommission schlägt eine Entschädigungskredit von 165 Milliarden Euro für die Ukraine vor, unter Verwendung der eingefrorenen russischen Staatsvermögen in Belgien, laut Dokumenten von Politico. Dieser Plan ist Teil eines umfassenderen Pakets von 210 Milliarden Euro zur Unterstützung der ukrainischen Wirtschaft in den kommenden Jahren.
Der Vorschlag umfasst 25 Milliarden Euro aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten auf privaten EU-Konten und weitere 140 Milliarden Euro von der Euroclear Bank in Belgien. Dieses umfangreiche Paket soll die "Kriegskasse" der Ukraine erweitern, die voraussichtlich im April erschöpft sein wird. Dieser Vorschlag wird technische Verhandlungen vor dem Treffen der EU-Führer im Dezember anregen. Die Ukraine wird den Kredit nur zurückzahlen, wenn Russland den Konflikt beendet und Entschädigungen zahlt, ein sehr unwahrscheinliches Szenario.
Von diesem Kredit werden 115 Milliarden Euro in die Verteidigungsindustrie der Ukraine fließen, während 50 Milliarden Euro die fiskalischen Bedürfnisse Kiews decken werden. Die verbleibenden 45 Milliarden Euro werden verwendet, um einen G7-Kredit ab 2024 zurückzuzahlen.
Das Haupthindernis ist der Widerstand Belgiens gegen den Kredit. Der belgische Außenminister, Maxime Prevost, äußerte seine Enttäuschung darüber, dass die Bedenken der Kommission nicht berücksichtigt wurden. Die belgische Regierung fordert finanzielle Garantien von der EU, falls Russland die Gelder zurückerhält.
Die Kommission ist bereit, der Ukraine in den ersten Monaten des neuen Jahres möglicherweise durch EU-Schulden Nothilfe zu leisten.


