EU schließt Pakt für Migranten: Umverteilung beschlossen, Liste sicherer Staaten erweitert

Die Innenminister der EU haben sich darauf geeinigt, die Ablehnung von Asylanträgen zu erleichtern und eine gemeinsame Liste "sicherer Herkunftsländer" zu erstellen. Die Vereinbarung umfasst die interne Umsiedlung von Asylbewerbern in der EU und finanzielle Beiträge der Mitgliedstaaten. Etwa 21.000 Asylbewerber sollen umgesiedelt werden, um den Druck auf Länder mit großen Migrationsströmen zu verringern, während weniger betroffene Länder etwa 420 Millionen Euro beitragen werden. Die Aufteilung der Beiträge für die Staaten, einschließlich Deutschlands, ist noch nicht festgelegt. Die Vereinheitlichung der Rückführungsverfahren in der EU umfasst Maßnahmen wie Abschiebehaft und Einreiseverbote. Griechenland, Zypern, Spanien und Italien sollen vom Solidaritätsmechanismus profitieren. Einige Länder, wie Deutschland, könnten Ausnahmen beantragen. Nach den neuen Regeln sollen Länder wie Schweden und Portugal durch die Aufnahme von Migranten oder auf andere Weise beitragen. Die EU hat eine Liste sicherer Länder genehmigt, darunter Ägypten, Marokko, Tunesien, Indien, Kosovo, Bangladesch und Kolumbien, mit beschleunigten Verfahren für Asylbewerber aus diesen Ländern. Nun müssen die EU-Staaten und das Europäische Parlament sich auf die endgültige Fassung der Vereinbarung einigen.


