EU startet 'antitrust'-Ermittlung gegen Google wegen Missbrauchs von Nutzerdaten

Die Europäische Union hat eine 'Kartelluntersuchung' gegen Google, Teil des amerikanischen Giganten Alphabet, wegen der Nutzung von Online-Inhalten von Verlegern und Videos auf YouTube zur Schulung seiner künstlichen Intelligenz-Modelle eingeleitet.
Die Europäische Kommission äußerte Bedenken, dass Google möglicherweise die Inhalte der Verleger für die von KI generierten Zusammenfassungen, bekannt als AI Overviews, verwendet, ohne eine faire Entschädigung anzubieten und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, abzulehnen. Die gleichen Bedenken gelten auch für die Nutzung von Videos, die von Nutzern auf der Plattform YouTube veröffentlicht werden.
Dies ist die zweite Untersuchung gegen Google innerhalb von weniger als einem Monat und spiegelt die zunehmenden Bedenken in der EU über die Dominanz großer Technologieunternehmen in neuen Technologien wider, die Konkurrenten vom Markt ausschließen könnten. Der Fall könnte auch die Spannungen mit den Vereinigten Staaten verschärfen, da die in den letzten Jahren verabschiedeten europäischen Gesetze zu einem sensiblen Punkt in den Beziehungen zu Washington geworden sind.
"Google könnte seine dominante Position als Suchmaschine missbrauchen, indem es den Verlegern unfaire Handelsbedingungen auferlegt, indem es ihre Inhalte nutzt, um seine eigenen auf künstlicher Intelligenz basierenden Dienste anzubieten," erklärte die europäische Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera.
Sie betonte, dass "ein gesundes Informationsökosystem von den Ressourcen abhängt, die Verleger haben, um qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren" und dass die EU "nicht zulassen wird, dass die 'Torwächter' des Marktes diese Entscheidungen diktieren".


