Frankreich kontert NATO-Chef nach Aussagen zur Verteidigungsmacht Europas

Die französische Regierung antwortete kurz auf Mark Rutte nach der Erklärung des NATO-Generalsekretärs, dass Europa ohne die USA nicht verteidigt werden kann.
"Die Europäer können und sollten ihre eigene Sicherheit übernehmen. Auch die USA stimmen zu," sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot.
Als Antwort auf eine Frage des rechtsextremen französischen Europaabgeordneten sagte Rutte im Europäischen Parlament, dass der Kontinent ohne amerikanische Hilfe nicht verteidigt werden könne und widersprach der Idee einer europäischen Armee.
Die Trump-Administration hat darauf bestanden, dass die USA eine geringere Rolle in der Sicherheit Europas spielen. Die neue Nationale Verteidigungsstrategie der USA argumentiert, dass Europa sich wirtschaftlich und militärisch gegen Russland verteidigen kann.
Letztes Jahr überzeugte Trump die europäischen Staaten, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen.
Barrot und andere in Frankreich widersprachen den Kommentaren von Rutte. Muriel Domenach, ehemalige französische Botschafterin bei der NATO, sagte, dass das Zeigen europäischer Schwäche, um die Garantie der USA zu sichern, ein veralteter Ansatz sei, der Russland eine falsche Botschaft sende.
Die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin betonte die Notwendigkeit der europäischen Säule der NATO. Die von Frankreich vorgeschlagene Idee, die Europäer innerhalb des Bündnisses zu stärken, hat nun Unterstützung von Ländern wie Deutschland.
Die Europaabgeordnete Nathalie Loiseau kritisierte Rutte für seine Haltung gegenüber Trump und betonte die Notwendigkeit, die Bemühungen zwischen den USA und Europa in der NATO neu auszubalancieren. Ruttes Konfrontation widersprach auch dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb, der die Idee unterstützte, dass die Europäer sich selbst verteidigen können.


