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Israel darf beim ESC 2026 teilnehmen, einige Länder starten Boykott

Publié le : 05/12/2025 - 14:31Modifié le : 05/12/2025 - 14:31
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Israel darf beim ESC 2026 teilnehmen, einige Länder starten Boykott
© Agence France-Presse (AFP)

Irland, Spanien, die Niederlande und Slowenien haben angekündigt, den Eurovision Song Contest 2026 zu boykottieren, nachdem Israel trotz der Aufrufe vieler Länder, es wegen des Krieges in Gaza und der Vorwürfe der Wahlmanipulation auszuschließen, teilnehmen durfte.

Die Aufrufe zum Ausschluss Israels wurden vom spanischen Sender RTVE angeführt, der bei der Sitzung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) in Genf eine geheime Abstimmung forderte. Die Forderung wurde abgelehnt, was laut RTVE das Misstrauen gegenüber der Organisation des Festivals vertiefte.

RTÉ aus Irland erklärte, die Teilnahme am Wettbewerb sei angesichts der hohen Zahl der Opfer in Gaza und der anhaltenden humanitären Krise "unvernünftig". Die Sender aus den Niederlanden und Slowenien erklärten ebenfalls, dass die Teilnahme ihren öffentlichen Werten und ethischen Standards widerspreche.

Während des Treffens wurden etwa 50 Sender, darunter die BBC, aufgefordert, neue Regeln zur Verhinderung organisierter Abstimmungskampagnen zu unterstützen, nachdem Israel vorgeworfen wurde, seine Vertreterin unrechtmäßig zu unterstützen. Die Annahme dieser Regeln war mit der Abschaffung der Möglichkeit verbunden, über die Anwesenheit Israels im Wettbewerb abzustimmen.

Der israelische Präsident Isaac Herzog begrüßte die Entscheidung der EBU und nannte sie eine "Geste der Solidarität und Zusammenarbeit" und betonte, dass Israel "es verdient, auf jeder Bühne der Welt vertreten zu sein".