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Krise in der Anti-Putin-Koalition: Polen prallt mit der Ukraine zusammen!

Publié le : 25/06/2026 - 14:12Modifié le : 25/06/2026 - 14:12
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Krise in der Anti-Putin-Koalition: Polen prallt mit der Ukraine zusammen!
© Agence France-Presse (AFP)

Polen und die Ukraine sind seit Beginn der russischen Aggression im Februar 2022 engste Verbündete. Die politische und militärische Unterstützung Warschaus spielte eine entscheidende Rolle beim Schutz der Ukraine in den ersten Phasen des Krieges. Doch ein anhaltender Streit über die Interpretation der Geschichte treibt die beiden Länder in eine neue diplomatische Krise. Am 19. Juni 2026 gab der polnische Präsident Karol Naërocki bekannt, dass er beschlossen habe, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die höchste staatliche Auszeichnung Polens, den Orden des Weißen Adlers, zu entziehen. Diese Maßnahme folgte auf Kontroversen, die durch die Entscheidung der Ukraine ausgelöst wurden, einer Militäreinheit den Ehrentitel „Helden der UPA“ zu verleihen. Die Entscheidung löste in Kiew heftige Reaktionen aus. Selenskyj erklärte, die Auszeichnung sei als Symbol des Respekts gegenüber dem ukrainischen Volk und Militär verliehen worden, weshalb er beschloss, sie dem polnischen Präsidenten zurückzugeben. In einem öffentlichen Beitrag dankte er Polen für die bisherige Hilfe und Solidarität und betonte, dass er keine Eskalation der Streitigkeiten wünsche. In einem Interview mit dem ukrainischen Fernsehen 1+1 beschuldigte Selenskyj jedoch Naërocki, aus innenpolitischen Motiven und aus Wahlinteressen zu handeln. Seiner Meinung nach versuche der polnische Präsident, die Position seiner Partei im Wettbewerb mit Premierminister Donald Tusk zu stärken. Im Zentrum des Konflikts steht die unterschiedliche historische Bewertung der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA). In der Ukraine gilt die UPA als Symbol des Widerstands gegen das sowjetische Regime und nimmt einen wichtigen Platz im nationalen Gedächtnis ein. In Polen hingegen wird die Organisation mit Massakern an der polnischen Bevölkerung in Wolhynien während des Zweiten Weltkriegs in Verbindung gebracht, bei denen etwa 100.000 polnische Zivilisten ums Leben kamen. Im Jahr 2016 stufte das polnische Parlament diese Verbrechen als Völkermord ein.