Luftabwehr 'Made in Europe': Kommt aus Deutschland eine Alternative zum Patriot-System?

Diehl Defence hat eine einheitliche Rakete für das deutsche Luftverteidigungssystem IRIS-T vorgestellt, die in der Lage ist, Ziele in mittlerer und großer Reichweite zu treffen. Die neuen Raketen können von derselben Batterie abgefeuert werden und umfassen die Varianten IRIS-T SLM und IRIS-T SLX.
Das IRIS-T SLM-System besteht aus einem mobilen Kommandozentrum, einem Radar, das Ziele bis zu 250 km Entfernung erkennt, und Raketen, die bis zu 40 km und in Höhen bis zu 20 km treffen können. Die Variante IRIS-T SLX hat eine Reichweite von bis zu 80 km. Dieses System ist eher eine Schutzschicht als ein Ersatz für das amerikanische Patriot-System.
Das Patriot-System, das von den USA während des Kalten Krieges entwickelt wurde, ist eines der wichtigsten Luftverteidigungssysteme, das in der Lage ist, Ziele bis zu 150 km zu erkennen und ballistische Raketen zu bekämpfen. Patriot wird weit verbreitet eingesetzt, auch in der Ukraine, um sich vor modernen Raketen zu schützen.
Die Ukraine verfügt über sieben Patriot-Systeme und fordert mehr Unterstützung von westlichen Verbündeten. Allerdings sind die Reserven begrenzt. Das System ist weltweit stark nachgefragt, mit Lieferzeiten von bis zu drei Jahren nach Bestellung. Das neueste, PAC-3 MSE, bietet die Zerstörung von Zielen durch "Hit-to-Kill" und kostet über 1 Milliarde Dollar pro Batterie. Es ist aufgrund seiner Leistung besser für ballistische Raketen geeignet als IRIS-T.


