Migranten: Spanien kollidiert mit EU – Haltung ungerecht! Kommission: Wir reagierten sofort

Spanien hat einige Länder der Europäischen Union für ihre Reaktionen auf die Migrantenkrise in Ceuta kritisiert und ihnen eine „egoistische Haltung“ und mangelnde Solidarität vorgeworfen.
Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska sagte, dass sich die Situation im spanischen Territorium in Nordafrika allmählich normalisiere, nachdem in den letzten Tagen etwa 60.000 Personen die Grenze von Marokko überschritten hatten. Die meisten von ihnen kehrten nach der Intervention des Militärs und der Sicherheitskräfte nach Marokko zurück.
Die Krise löste in Europa starke Reaktionen aus. Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni forderte, dass Spanien aus dem Schengen-Raum ausgeschlossen wird, und bezeichnete die Situation als Bedrohung für die Sicherheit der europäischen Grenzen. Auch einige andere Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Finnland, forderten stärkere Maßnahmen gegen illegale Einwanderung.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, nannte die Bilder aus Ceuta „inakzeptabel“ und rief zu schnellen Rückführungen von Personen auf, die kein Aufenthaltsrecht haben.
Die spanische Regierung machte Menschenhändlernetzwerke für die Organisation der massiven Grenzübertritte verantwortlich, während Premierminister Pedro Sánchez die Situation als „Verletzung der territorialen Souveränität Spaniens“ beschrieb.
Der Zustrom von Migranten in Ceuta wurde als einer der größten jemals an einem einzigen Tag in die Europäische Union registrierten Grenzübertritte angesehen. Viele der Migranten überquerten schwimmend die Seegrenze zu Marokko, während die Behörden auch Dutzende von Opfern infolge von Ertrinken und Chaos an der Grenze meldeten.
Spanien forderte Unterstützung von den europäischen Partnern und betonte, dass es eines der wenigen EU-Länder mit Landgrenzen zu Afrika ist und direkt mit dem Migrationsdruck konfrontiert ist.


