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Migrationskrise in Ceuta. Griechenland schlägt vor, das Asyl vorübergehend auszusetzen

Publié le : 05/08/2026 - 08:51Modifié le : 05/08/2026 - 08:51
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Migrationskrise in Ceuta. Griechenland schlägt vor, das Asyl vorübergehend auszusetzen
© Agence France-Presse (AFP)

Griechenland hat der Europäischen Union die Schaffung eines ständigen Mechanismus vorgeschlagen, der die vorübergehende Aussetzung von Asylverfahren in Migrationskrisen ermöglichen würde, mit der Begründung, dass dies zum Schutz der Außengrenzen des Blocks und zur Verhinderung der Instrumentalisierung von Migrantenströmen beitragen würde.

Der Vorschlag wurde vom griechischen Minister für Migration und Asyl, Thanos Plevris, während der außerordentlichen Videokonferenz der Innen- und Migrationsminister der EU-Mitgliedstaaten vorgestellt, die nach den jüngsten Entwicklungen in Ceuta einberufen wurde.

Laut Plevris würde der Mechanismus nur unter außergewöhnlichen Umständen und in Übereinstimmung mit europäischem und internationalem Recht aktiviert werden. Er sagte, dass die Initiative auf den Erfahrungen Griechenlands während der Krise in Evros im Jahr 2020 basiert und darauf abzielt, die vorübergehende Aussetzung der Prüfung von Asylanträgen sowie die sofortige Rückführung von Personen, die illegal einreisen, zu ermöglichen.

Der griechische Minister drückte seine Solidarität mit Spanien in Bezug auf die Situation in Ceuta aus, forderte jedoch auch eine Verstärkung des Schutzes der Außengrenzen der EU, eine Erhöhung der Rolle von Frontex und eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit Drittländern, um Migrationsströme einzudämmen.

Als Beispiel für die Wirksamkeit dieser Maßnahmen sagte Plevris, dass die Ankünfte auf den Ägäisinseln im ersten Halbjahr 2026 um über 60 % zurückgegangen seien.