App Logo
ACCUEIL>Welt

Mindestens 30 Verletzte nach starkem Beben Magnitude 7,6 und Tsunami in Japan

Publié le : 09/12/2025 - 11:44Modifié le : 09/12/2025 - 11:44
2 min
Mindestens 30 Verletzte nach starkem Beben Magnitude 7,6 und Tsunami in Japan
© Agence France-Presse (AFP)

Ein Erdbeben der Stärke 7,6 erschütterte Japan spät am Montag und verursachte Tsunami-Wellen von bis zu 70 cm, wobei mindestens 30 Personen verletzt wurden, bestätigte Premierministerin Sanae Takaichi. Laut der Japanischen Meteorologischen Agentur (JMA) wurde das Beben in der Nähe der Präfektur Aomori um 23:15 Uhr registriert und könnte von weiteren Erschütterungen gefolgt werden. Die Behörden forderten die Bürger auf, wachsam zu bleiben.

Die Agentur für Brand- und Katastrophenschutz ordnete die Evakuierung von 28.000 Personen an. Eine Person wurde in Hokkaido schwer verletzt. In Sapporo dauerten die Erschütterungen etwa 30 Sekunden und die Alarme wurden auf den Telefonen der Bewohner ausgelöst. Aufnahmen zeigten zerbrochene Fenster und Infrastrukturschäden.

"Als das Erdbeben passierte, gingen wir mit den Kindern auf dem Arm hinaus", sagte Daiki Shimohata aus Hashikami und erinnerte sich an die Katastrophe von 2011 in Fukushima. In Aomori blieben 2.700 Haushalte ohne Strom und Brände wurden gemeldet. Die Shinkansen-Zugverbindungen wurden für Inspektionen ausgesetzt. Tohoku Electric Power erklärte, dass die Kraftwerke Higashidori und Onagawa keine Anomalien aufwiesen.

Japan, das sich im Pazifischen Feuerring befindet, erlebt jedes Jahr 1.500 Erdbeben. Die Erinnerungen an 2011, als ein Erdbeben der Stärke 9,0 einen Tsunami auslöste und drei Reaktoren in Fukushima versagten, sind noch immer präsent, mit über 18.500 Opfern.

Im Januar sagten Experten ein Mega-Erdbeben in der Nankai-Verwerfung innerhalb der nächsten 30 Jahre mit einer Wahrscheinlichkeit von 75–82 % voraus. Ein solches Ereignis könnte bis zu 298.000 Opfer und 2 Billionen Dollar Schaden verursachen. Die Behörden sind in Alarmbereitschaft für Nachbeben, da das Risiko hoch bleibt. Die Tsunami-Warnungen wurden gelockert, aber das Risiko neuer Erschütterungen bleibt bestehen.