Moskau bereit, Deutschland anzugreifen. Lawrow deutlich: Das ist der wahre Beginn des Krieges

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat die deutschen Anschuldigungen über eine Beteiligung Moskaus an dem Vorfall mit einer mit Sprengstoff beladenen Drohne in der Nähe des Flughafens Leipzig zurückgewiesen und gewarnt, dass die Vorwürfe gegen Russland zu einer ernsthaften Eskalation der Situation führen könnten.
„Die Anschuldigungen gegen Russland sind der Beginn eines echten Krieges“, erklärte Lawrow und bezeichnete die Behauptungen Berlins als übereilte Provokation.
Der Vorfall am Flughafen hat sich zu einem heiklen Thema in den Beziehungen zwischen Deutschland und Russland entwickelt. Die deutschen Behörden vermuten, dass die in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs entdeckte Drohne Merkmale russischer Technologie aufwies und mit Sprengstoff ausgestattet war.
Die Ermittlungen haben bisher zu zwei Verdächtigen geführt, die in die Operation verwickelt sein sollen. Einer von ihnen ist ein Mann russischer Herkunft mit lettischem Pass, der verdächtigt wird, die Aktivitäten koordiniert und Kontakte zu den russischen Geheimdiensten gehabt zu haben.
Laut deutschen Medien war er über den Berliner Flughafen nach Deutschland eingereist und anschließend mit einem Mietwagen nach Leipzig gefahren. Nach dem Vorfall soll er das Land erneut verlassen haben.
In der Zwischenzeit haben die Ermittler auch biologische Beweise verwendet, um einen zweiten Verdächtigen zu identifizieren. DNA-Spuren wurden an einer der Drohnen, in einem Metallbehälter mit Sprengstoff sowie an einer in der Nähe des Flughafens platzierten Antenne gefunden.
Laut den Behörden könnte die Antenne verwendet worden sein, um die Mobilfunksignale zu verstärken, die zur Steuerung der Drohnen dienten.
Der Vergleich des genetischen Materials mit europäischen Datenbanken führte die Ermittler zu einem Mann belarussischer Herkunft, der ebenfalls einen russischen Pass besitzt. Die Behörden haben seine Bewegungen in Deutschland rekonstruiert und vermuten, dass er mit einem italienischen Touristenvisum ins Land eingereist war.
Trotz der Entwicklungen in der Ermittlung bleiben die deutschen Behörden vorsichtig in Bezug auf eine direkte Beteiligung Russlands und die Möglichkeit, die Verdächtigen vor Gericht zu bringen.
Moskau hingegen bestreitet jegliche Beteiligung an dem Vorfall. Die russische Botschaft in Berlin hat den Fall als „übereilte Provokation“ bezeichnet und Besorgnis über das geäußert, was sie als neue Welle der „anti-russischen Hysterie“ in Deutschland betrachtet.
Der Fall dürfte die Spannungen zwischen Berlin und Moskau weiter erhöhen, zu einer Zeit, in der Deutschland und seine Verbündeten mit einer Reihe von Anschuldigungen über mutmaßliche russische Aktivitäten auf europäischem Boden konfrontiert sind.


