Putin trotzt US-Sanktionen: Öl‑lieferungen an Indien werden fortgesetzt

Der russische Präsident Wladimir Putin hat offen die amerikanischen Sanktionen herausgefordert und dem indischen Premierminister Narendra Modi versprochen, dass Russland bereit ist, die "ununterbrochenen" Öllieferungen nach Indien fortzusetzen.
Die beiden Führer trafen sich in Delhi und betonten, dass ihre Beziehungen "resistent gegen äußeren Druck" seien. Die Erklärungen wurden am Freitag nach dem jährlichen Indien-Russland-Gipfel abgegeben, wobei sie sich besonders an die USA richteten, die versucht haben, Druck auf Neu-Delhi auszuüben, um die Beziehungen zu Moskau zu kürzen.
In seiner Erklärung machte Putin deutlich, dass Russland nicht die Absicht habe, dem Druck der USA in Bezug auf seine Energiekooperation mit Indien nachzugeben. Der US-Präsident Donald Trump verhängte im August einen zusätzlichen Zoll von 25 % auf Indien für den Kauf von billigem russischem Öl und argumentierte, dass dies Putin helfe, die Invasion in der Ukraine zu finanzieren. Die Strafzölle wurden in Neu-Delhi mit Wut aufgenommen und von der indischen Regierung als unvernünftig und ungerechtfertigt beschrieben.
Modi erwähnte die Ölfrage in seiner Erklärung nicht direkt, sagte jedoch, dass "Energiesicherheit eine starke und wichtige Säule der Indien-Russland-Partnerschaft gewesen ist". Der bilaterale Gipfel am Freitag führte zu zahlreichen Abkommen zwischen den beiden Ländern im Bereich der Verteidigung und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Beide Länder finalisierten ein Wirtschaftskooperationsprogramm bis 2030, das darauf abzielt, den Handel bis 2030 auf 100 Milliarden Dollar pro Jahr zu verdoppeln.
Dies war Putins erster Besuch in Indien seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Indiens Beziehung zu Russland reicht Jahrzehnte zurück und wird als eine der wichtigsten Verteidigungs- und geopolitischen Allianzen des Landes angesehen.


