Türkischer Öltanker nahe Bosporus in Istanbul von Drohnen angegriffen

Ein Rohöltanker im Besitz eines türkischen Unternehmens mit Sitz in Istanbul wurde am frühen Donnerstagmorgen etwa 14 Meilen vom Bosporus entfernt angegriffen, berichten türkische Medien.
Der Rohöltanker Altura, im Besitz von Pergamon Shipping, war aus Russland ausgelaufen und soll von einer Drohne und einem unbemannten Überwasserfahrzeug angegriffen worden sein, berichtet Buzz Plus.
Der Tanker Altura, der der türkischen Firma Pergamon Denizcilik Isletmeleri A.S. gehörte, war aus der russischen Hafenstadt Noworossijsk an der nordöstlichen Küste des Schwarzen Meeres ausgelaufen.
Der Tanker, der Berichten zufolge 140.000 Tonnen Öl transportierte, soll gegen 12:30 Uhr morgens, etwa 14 Meilen vom Bosporus entfernt, angegriffen worden sein.
Der Tanker, der unter EU-Sanktionen steht und auf MarineTraffic als "Shadow Fleet"-Schiff klassifiziert ist, soll von einer Drohne und einem unbemannten Überwasserfahrzeug getroffen worden sein. Schäden wurden am oberen Teil des Schiffes und im Maschinenraum gemeldet.
Der Tanker Altura sendete einen Hilferuf aus und wurde von dem nahegelegenen Schiff Erdek unterstützt. Laut Funkkommunikation füllte sich der Maschinenraum mit Wasser, aber es wurden keine Verletzten gemeldet.
Die Rettungsschiffe 11 und 12 der türkischen Küstensicherheitsdirektion sowie das Schnellboot Küstensicherheit 5 wurden zum Einsatzort geschickt.
Laut der türkischen Nachrichtenagentur Haber Denizde operierte der Tanker zuvor in der Besiktas-Flotte unter dem Namen Besiktas Dardanelles.
Das Schiff wurde später im Mai 2024 von Kayseri Shipping mit Sitz in Panama gekauft und unter dem Namen Kayseri in seine Flotte aufgenommen.
Im November 2025 wurde das Schiff von Pergamon Maritime mit Sitz in Istanbul gekauft und in Altura umbenannt.
Der 163.750-Tonnen-Tanker wurde später aufeinanderfolgenden europäischen Sanktionen unterworfen.


