„Von Russen bezahlt“: EU lehnt Putins Vorschlag ab, Schröder kein Verhandler für Ukraine

Die Europäische Union hat den Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin abgelehnt, den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler in den Friedensgesprächen über den Krieg in der Ukraine einzubeziehen. Putin äußerte den Vorschlag vor einigen Tagen, während die Hohe Vertreterin der EU für Außenpolitik, Kaja Kallas, in Brüssel erklärte, dass Schröder aufgrund seiner früheren Verbindungen zu russischen Staatsunternehmen nicht als unparteiische Figur angesehen werden könne. Sie sagte, es sei inakzeptabel, dass Russland einen Vertreter im Namen Europas in einem so sensiblen Verhandlungsprozess vorschlage. „Ein Vermittler muss unabhängig und vertrauenswürdig sein. Die engen Verbindungen von Gerhard Schröder zum russischen Energiesektor machen eine solche Rolle unmöglich“, betonte Kallas. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler hatte zuvor Führungspositionen in Unternehmen inne, die mit strategischen Energieprojekten Russlands verbunden sind, und wurde wiederholt für seine nachgiebige Haltung gegenüber Moskau kritisiert. Er hat auch die russische Invasion in der Ukraine nicht direkt verurteilt. Dieselbe Haltung haben auch andere europäische Beamte eingenommen, die den ehemaligen Bundeskanzler als ungeeignete Figur bezeichnet haben.


