Deutschland und Frankreich: "Scheidung" um "Super-Kampfjet" – FCAS-Abkommen scheitert!

Die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland für das Kampfflugzeug FCAS konnte nicht zum Abschluss gebracht werden: Die beiden Länder kündigten an, das gemeinsame Programm angesichts der Konflikte zwischen den beteiligten Unternehmen, Dassault Aviation und Airbus, aufzugeben.
Das Programm, das 2017 gestartet wurde, um die französischen Rafale und die deutschen und spanischen Eurofighter zu ersetzen, wurde als ein entscheidender Schritt in Richtung europäischer Zusammenarbeit im Verteidigungssektor angesehen. Konflikte über die Projektleitung, die Arbeitsaufteilung, das geistige Eigentum und unterschiedliche militärische Anforderungen machten die Realisierung eines einzigen gemeinsamen Flugzeugs unmöglich. Frankreich forderte ein Flugzeug, das für den Transport und den Einsatz von Atomwaffen geeignet ist, während Deutschland keinen Bedarf für ein solches sah. Vorschläge für zwei verschiedene Varianten erhielten keine gemeinsame Zustimmung. Dennoch wird das Projekt nicht vollständig eingestellt.
Die Entwicklung der „Combat Cloud“, eines digitalen Netzwerks, das Flugzeuge, Drohnen und andere Waffensysteme verbindet, wird fortgesetzt. Die französischen und deutschen Verteidigungsministerien planen die Zusammenarbeit in kleineren und realisierbaren Projekten. Die Entscheidung markiert eine Wende: Anstelle eines gemeinsamen Flugzeugs werden Frankreich und Deutschland nationale Designs unter einem gemeinsamen technologischen Dach verfolgen. Airbus könnte neue Partner suchen, während Dassault die Entwicklung der nächsten Generation der Rafale fortsetzen wird.


