Gemeinsam stürzten wir Orbán, befreiten Ungarn — historischer Wahlsieg: 'Ja' zu Europa

Peter Magyar hat die Parlamentswahlen in Ungarn gewonnen und damit einen historischen Wendepunkt in der politischen Landschaft des Landes markiert.
Der Vorsitzende der rechtskonservativen Tisza-Partei konnte den scheidenden Ministerpräsidenten Viktor Orban besiegen, der die ungarische Politik 16 Jahre lang dominiert hatte.
Orban erkannte seine Niederlage an und bezeichnete das Ergebnis als "klar und schmerzhaft", während Magyar zufolge sein Gegner ihn anrief, um ihm zum Sieg zu gratulieren - eine Geste, die er in den sozialen Medien öffentlich machte.
Der Sieg von Magyar wird als einflussreicher Wendepunkt nicht nur in der Innenpolitik, sondern auch in den internationalen Beziehungen Ungarns angesehen, insbesondere mit Russland, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union.
Der 45-Jährige konnte die Unzufriedenheit der Öffentlichkeit, insbesondere unter jungen Menschen und städtischen Wählern, nutzen und eine breite Wählerunterstützung aufbauen.
Von der Batthyány-Platz in Budapest aus sprach Magyar: "Wir haben diese Wahlen nicht mit einem kleinen, sondern mit einem großen Unterschied gewonnen. Tisza und Ungarn haben diese Wahlen gewonnen."
In einer Rede mit starken Tönen erklärte er außerdem: "Gemeinsam haben wir das Orban-Regime gestürzt, Ungarn befreit und unser Heimatland zurückerobert."
Ihm zufolge repräsentiert die Unterstützung von rund 3,3 Millionen Wählern ein historisches Mandat: "Keine Partei in Ungarn hat jemals ein so starkes Mandat erhalten."
Am Ende seiner Rede dankte Magyar seiner Familie, den Parteimitgliedern und Tausenden von Freiwilligen und betonte: "Ungarn hat heute Geschichte geschrieben."
Bei derselben Kundgebung hob er die neue politische Ausrichtung des Landes hervor, indem er erklärte: "Die Ungarn haben Ja zu Europa gesagt."
In Bezug auf die Außenpolitik bestätigte er seine ersten Pläne als Führer: "Meine erste Reise wird nach Warschau gehen, dann nach Brüssel, um die Freigabe der EU-Mittel zu beantragen." Er fügte auch hinzu: "Ungarn wird ein starker Verbündeter der EU und der NATO sein."


