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Israelischer Minister betritt mit Hunderten Juden die heilige Stätte Jerusalems

Publié le : 23/07/2026 - 16:57Modifié le : 23/07/2026 - 16:57
2 min
Israelischer Minister betritt mit Hunderten Juden die heilige Stätte Jerusalems
© Agence France-Presse (AFP)

Der israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, bekannt für seine extremistischen Ansichten, führte Hunderte von Juden zum Al-Aksa-Moschee-Komplex in Jerusalem während des jüdischen Trauertages Tisha B'Av. Der Besuch fand an einem der heiligsten und umstrittensten Orte der Welt statt. Der Komplex, der in Ostjerusalem liegt, gilt als der drittheiligste Ort für Muslime, während er für Juden der Ort ist, an dem einst der Erste und der Zweite Tempel standen. Aufnahmen zeigen Ben Gvir und Hunderte jüdische Gläubige, die in den frühen Morgenstunden den Komplex betreten. Viele von ihnen hielten auch Gebete an diesem Ort ab, obwohl das von Jordanien verwaltete Status-quo-Abkommen jüdische Besuche erlaubt, aber ihre Gebete in diesem Komplex verbietet. In einem auf sozialen Medien veröffentlichten Video erklärte Ben Gvir, dass die Juden "beten und sich als rechtmäßige Eigentümer dieses Ortes fühlen".

Am Tag von Tisha B'Av gedenken wir der Zerstörung des Tempels, aber gleichzeitig sehen wir auch den großen Fortschritt auf dem Tempelberg. Vor allem, schauen Sie, was hier passiert. Die Juden beten und fühlen sich als die rechtmäßigen Eigentümer dieses Ortes; das ist noch nie zuvor passiert. Außerdem haben wir in immer mehr Gebieten die Terroranschläge um 85% reduziert. Überall verstehen die Menschen, dass der Staat Israel die souveräne Autorität ist. Es gibt noch Arbeit zu tun, und mit Gottes Hilfe werden wir weiter voranschreiten."

Die Aktion wird voraussichtlich starke Reaktionen hervorrufen, da Jordanien, die Palästinensische Autonomiebehörde und muslimische religiöse Institutionen in den letzten Jahren solche Besuche und Gebete wiederholt verurteilt haben, da sie als Verletzung des Status quo angesehen werden. Die israelische Regierung hat erklärt, dass sich die offizielle Politik zur Verwaltung des Komplexes nicht geändert hat, aber solche Vorfälle schüren weiterhin die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern.