Kreml bestreitet Epsteins Verbindungen zu russ. Diensten: Wir würden spotten, haben aber keine Zeit

Der Kreml hat am Donnerstag Behauptungen zurückgewiesen, dass der pädophile Finanzier Jeffrey Epstein Teil der russischen Geheimdienste gewesen sein könnte.
Der Kreml-Sprecher Dmitry Peskow sagte, Moskau habe nicht die Absicht, Zeit mit der Beantwortung falscher Aussagen zu verschwenden.
Auf die Kommentare des polnischen Premierministers Donald Tusk und Berichte westlicher Medien angesprochen, sagte Peskow gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: "Ich würde gerne über diese Aussagen scherzen, aber lassen Sie uns keine Zeit verlieren."
Der polnische Premierminister Donald Tusk erklärte am Dienstag, dass Warschau eine Untersuchung zu möglichen Verbindungen zwischen Epstein und den russischen Geheimdiensten sowie zu möglichen Einflüssen, die diese Verbindungen auf Polen gehabt haben könnten, einleiten werde. Tusk legte jedoch keine Beweise für diese Behauptungen vor.
In den letzten Tagen haben mehrere westliche Medien Fragen aufgeworfen, ob Epstein als russischer Agent tätig war und kompromittierendes Material über reiche und mächtige Personen sammelte. Russische Beamte bezeichneten diese Behauptungen als einen Versuch, von dem Skandal abzulenken, der ihrer Meinung nach die Heuchelei mächtiger Persönlichkeiten in den USA und Europa aufgedeckt hat.
In den mit Epstein verbundenen Dokumenten, die vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden, wird Russland tausende Male erwähnt. Sie zeigen auch, dass einige der jungen Frauen, mit denen Epstein Kontakt hatte, aus Russland stammten, darunter eine 26-jährige Frau, die er Andrew Mountbatten-Windsor, dem jüngeren Bruder des britischen Königs Charles, vorstellen wollte.
In der Zwischenzeit haben verschiedene Medien spekuliert, dass Epstein auch mit anderen Geheimdiensten zusammengearbeitet haben könnte, darunter dem israelischen Mossad oder der amerikanischen CIA.


