'Schwarze Witwen' in Russland nehmen zu — heiraten Soldaten für Todesprämie

Russische Medien und Kreml-Beamte haben sie als "schwarze Witwen" bezeichnet. Es handelt sich um Frauen, die durch Täuschung Scheinehen mit gefährdeten Männern arrangieren, bevor diese in den Krieg ziehen. Der Grund? Um im Falle des Todes ihres Ehemannes Entschädigung zu fordern und andere Angehörige auszuschließen. Dies geschieht, weil es in Russland ein System gibt, das festlegt, dass, wenn ein russischer Soldat im Kampf getötet wird, seine Familie volle Beträge vom Militär erhält, beginnend bei 5 Millionen Rubel, was ungefähr 64.000 Dollar entspricht. Während der Konflikt mit der Ukraine, der seit Februar 2022 andauert, eskaliert, wachsen die Bedenken im Land, dass die Subvention von skrupellosen Betrügern ausgenutzt wird.
CNN berichtet, was in Russland vor sich geht. In den letzten Monaten, so die amerikanischen Medien, sind die Russen empört über zahlreiche Geschichten von Armee-Rekruten, die getäuscht werden, um zu heiraten, bevor sie an der Front fallen, oder sogar auf dem Sterbebett heiraten. Im vergangenen Jahr kam ein weithin berichteter Fall ans Licht. Eine Frau, die als Krankenschwester in einem Militärkrankenhaus arbeitete, wurde entlassen, nachdem sie beschuldigt wurde, fünf Soldaten unter ihrer Obhut geheiratet zu haben, bevor sie an ihren im Kampf erlittenen Verletzungen starben, und große Geldsummen kassiert zu haben. Russische Beamte und lokale Medien bezeichnen diese skrupellosen Betrügerinnen als schwarze Witwen. Nach der vollständigen Invasion der Ukraine im Februar 2022 ermutigte der Kreml russische Rekruten aktiv zur Heirat, möglicherweise um die familiäre Unterstützung zu stärken oder zusätzliche Motivation zum Kämpfen zu wecken.


