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Witkoff und Kushner in Russland – fehlgeschlagene Mission? Experten: Welches Spiel spielt Putin?

Veröffentlicht am 08.09.2026 - 07:082 Min.
Witkoff und Kushner in Russland – fehlgeschlagene Mission? Experten: Welches Spiel spielt Putin?
© Agence France-Presse (AFP)

Die Trump-Administration hat die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine intensiviert. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner trafen sich zunächst mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau und anschließend mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew, um die Möglichkeit der Wiederaufnahme von Verhandlungen zu erörtern. Dennoch schätzen drei ehemalige US-Botschafter in der Ukraine, dass es noch keine ausreichenden Beweise dafür gibt, dass Russland seine Haltung geändert hat. Witkoff sprach von „neuen Ideen“ aus Moskau, während Kushner von einem „umfassenderen Friedenspaket“ sprach, aber die Details dieser Vorschläge bleiben unklar. Die Hauptthemen bleiben das Territorium und die zukünftige Sicherheit der Ukraine. Russland fordert territoriale Zugeständnisse, während die Ukraine sich weigert, die besetzten Gebiete als russisch anzuerkennen. Eine mögliche Vereinbarung könnte einen Waffenstillstand entlang der aktuellen Linien beinhalten, ohne rechtliche Anerkennung der russischen Kontrolle, aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass Moskau zu einem solchen Kompromiss bereit ist. Experten betonen auch, dass ein Waffenstillstand nicht ausreichen würde, ohne glaubwürdige Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Diese könnten die Präsenz europäischer Truppen, amerikanische Unterstützung in den Bereichen Geheimdienst und Luftverteidigung sowie die Perspektive der Integration der Ukraine in die EU und die NATO umfassen. Die Corriere della Sera schreibt, dass Putin versucht, ein schwieriges Gleichgewicht mit den Vereinigten Staaten zu wahren, während er in den Verhandlungen über die Ukraine eine zunehmend harte Haltung einnimmt. Den Besuch von Witkoff und Kushner beschrieben russische Medien als Misserfolg: Laut dem Kreml kam die amerikanische Seite viel zu spät und Russland hat keinen Grund, in dieser Phase Zugeständnisse zu machen. Moskau glaubt, dass die Entwicklungen an der Front und die Zeit zugunsten Russlands sind und dass der Druck auf die Ukraine und den Westen in den kommenden Monaten zunehmen könnte. Dennoch zeigt der herzliche Empfang, den Putin den amerikanischen Gesandten bereitete, dass Russland versucht, den Kommunikationskanal mit Washington offen zu halten, was darauf hindeutet, dass Putin eine doppelte Strategie verfolgt: Er pflegt vorsichtige Beziehungen zu Trump und gibt gleichzeitig seine maximalistischen Forderungen im Krieg in der Ukraine nicht auf.